Holographische Kommunikation: Das Ende von Zoom & Teams?

Videokonferenzen sind aus der modernen Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken – doch sie haben auch ihre Grenzen. Verzögerungen, eingeschränkte Mimik, fehlende Präsenz: Digitale Meetings  fühlen sich oft unpersönlich an.  Doch eine neue Technologie könnte das ändern: Holographische Kommunikation. Statt auf Bildschirme zu starren, könnten Teilnehmer bald als lebensgroße, dreidimensionale Projektionen in einem Raum erscheinen – als wäre man physisch anwesend.

Ist das die Zukunft der Fernkommunikation? Wird Zoom bald überflüssig? Und wie weit ist die Technologie wirklich?

Was ist holographische Kommunikation?

Holographische Kommunikation nutzt 3D-Projektionstechnologien, um Personen oder Objekte dreidimensional in einen Raum zu bringen. Während klassische Videokonferenzen nur zweidimensional auf einem Bildschirm stattfinden, simulieren Hologramme eine echte physische Präsenz.

Es gibt zwei Hauptansätze:

  • Holographische Displays – Bildschirme mit 3D-Effekt, die keine Brille benötigen.
  • Volumetrische Projektionen – Hologramme, die ohne sichtbare Hardware im Raum erscheinen.

Ziel ist es, Interaktion natürlicher und realistischer zu gestalten – sei es im Business-Bereich, in der Medizin oder sogar im Entertainment.

Wie funktioniert die holographische Kommunikation?

KI-gestützte 3D-Erfassung

Um eine Person als Hologramm darzustellen, benötigt man 360°-Kameras oder spezielle Sensoren, die Bewegungen in Echtzeit erfassen. Künstliche Intelligenz berechnet die dreidimensionale Darstellung.

Beispiel:

Microsofts “Holoportation” erfasst Menschen in Echtzeit und projiziert sie als 3D-Modelle an einen anderen Ort.

Augmented Reality & Mixed Reality als Plattform

Holographische Meetings könnten in AR- oder MR-Brillen (wie Microsoft HoloLens oder Apple Vision Pro) stattfinden – oder später ganz ohne Brillen, wenn Projektionstechnologien weiterentwickelt werden.

Lichtfeld-Displays für echte Hologramme

Neue Displays können Tiefeneffekte erzeugen, sodass Personen realistisch dreidimensional erscheinen – ohne zusätzliche Brillen.

Beispiel:

Unternehmen wie Looking Glass arbeiten an Holographie-Bildschirmen, die 3D-Gespräche in hoher Qualität ermöglichen.

Einsatzbereiche: Wo holographische Kommunikation den größten Impact haben wird

Business & Remote Work: Das Ende der 2D-Videokonferenz?

  • Meetings mit echtem Präsenzgefühl statt flachen Video-Calls
  • Interaktive Produktpräsentationen mit holographischen Modellen
  • Bessere Körpersprache & Mimik, was Kommunikation natürlicher macht

Beispiel:

Cisco & Microsoft entwickeln bereits 3D-Kommunikationslösungen, um Zoom und Teams zu revolutionieren.

Medizin: Telemedizin auf neuem Level

  • Ärzte könnten Patienten als 3D-Hologramm „besuchen“
  • Chirurgen könnten holographische 3D-Modelle von Organen nutzen
  • Remote-OPs mit holographischer Assistenz aus anderen Ländern wären möglich

Bildung & Wissenschaft

  • Universitäten könnten Dozenten als Hologramme in Hörsäle projizieren
  • Wissenschaftler könnten 3D-Modelle von Molekülen oder Planeten live besprechen
  • Schüler könnten historische Ereignisse als immersive 3D-Erfahrungen erleben

Unterhaltung & Events

  • Konzerte mit holographischen Künstlern (z. B. Tupac-Hologramm auf Coachella)
  • Virtuelle Konferenzen mit realistischen 3D-Sprechern
  • Immersive Film- und Theatererlebnisse

Wie weit ist dieholographische Kommunikation wirklich?

  • Holographische Meetings sind technisch möglich, aber noch teuer.
  • Die Qualität der Projektionen verbessert sich rasant.
  • Firmen wie Microsoft, Google & Meta investieren Milliarden in diese Technologie.
  • Massentauglichkeit könnte noch 5–10 Jahre dauern.
  • Echte „Star Wars“-Hologramme ohne Hardware sind noch Zukunftsmusik.

Holographische Kommunikation kommt – aber nicht morgen

Holographische Meetings könnten klassische Videokonferenzen revolutionieren und Fernkommunikation natürlicher und interaktiver machen.

Doch bevor Zoom & Teams überflüssig werden, müssen sich die Technologien erst noch durchsetzen. Bis dahin werden hybride Lösungen aus AR, VR und 3D-Displays die Brücke zur holographischen Zukunft schlagen.

Langfristig jedoch wird die Frage nicht sein, ob Holographie unsere Meetings verändert – sondern wann.